Das Pizza-Schachtel-Problem, eine technische Lösung und die Pizzaschachtelgrundverordnung (PSGVO)

Wir alle wissen, daß insbesonders unser aller Natur (the nature) höchst optimiert ist. Man denke nur an Giraffen und deren langen Hälse. Die langen Hälse sind überaus praktisch von der Natur eingerichtet. So können diese langhälsigen Kreaturen die frischen jungen Blätter oben auf den Bäumen vervespern.

Der vom Menschen geschaffene sogenannte “öffentliche Raum” ist nicht annähernd so vortrefflich optimiert wie die Natur. Es besteht also dort dringender Änderungs- und Korrekturbedarf. Die Optimierung des öffentlichen Raumes kann nicht allein Aufgabe für Städteplaner sein, sondern ist auch eine Aufgabe für Designer, Design-Thinker, Verwaltungsfachkräfte und Pädagogen, wie ich heute am Beispiel Pizzakauf verdeutlichen werde.

 

Sie kaufen eine leckere Pizza in einer dieser vortrefflichen Transportverpackungen. Nach Verspeisen derselben – natürlich der Pizza, nicht der Verpackung [siehe aber Anhang 1] – hat der Konsument ein Problem. Die Hauptsache, das heisst die Pizza ist gegessen, übrig bleibt allein (oder vorwiegend) die Pizzaschachtel. Die Nebensache ist durch die verzehrte Pizza zur entsorgenden Hauptsache geworden.

Unten sehen Sie einen kreativen Versuch die Pizzaverpackung in unseren städtischen runden Papierkörben unterzubringen. Zwei Schachteln und der Papierkorb ist voll [siehe Anhang 2]. Die Grenze der Befüllung ist somit erreicht. Die Entsorgungskapazität des Mülleimers ist überschritten [E(max) erreicht].

Die Probleme, die sich durch das Aufstellen rechteckiger Papierkörbe ergeben würden, lesen Sie bitte im Anhang 3 nach.

 

Die technische Lösung des Kundenproblems, bei simultaner Lösung des Entsorgungsauftrages ist da: der PKZ = der Pizza-Karton-Zerkleinerer. Durch das Zerkleinern des Pizzakartons in wohlgefällige Streifen, kann ein Mehrfaches an Pizzakartons in den öffentlichen Mülleimern untergebracht werden [λ PKZ(Vol) = Füllvolumen max!]. [Anhang 4].

Die öffentliche Hand erspart sich nunmehr das Entleeren, der mit einem oder zwei Pizzakartons gefüllten Papierkörbe und kann kostengünstiger, wirtschaftlicher arbeiten [Entleerzyklus[λ PKZ(Vol)] * Entleerkosten = K min!].

Wir haben durch eine technische Lösung den individuellen Nutzen des Konsumenten erhöht und das Pareto-Optimum erreicht. Der PKZ ist ein High-Techgerät, welches den Wohlstand mehrt.

Ein unverzichtbares Produkt aus dem Schwabenlande! Was vormals Spätzle sind heute die Pizzen (“Pizzas”). Der PKZ (Pizzakartonzerkleinerer) erfüllt ein schwäbisches (menschliches!) Urbedürfnis nach Ordnung, Sauberkeit, Kompaktheit und auch nach Effizienz.

 

 

 


[Anhang 1] Eine eßbare Umverpackung könnte eine gute Lösung sein. Denn was gegessen, verstopft nicht unsere Papierkörbe. Wir hätten mit einer eßbaren Verpackung, das Problem quasi vor Entstehen gegessen.

[Anhang 2] Wir könnten unsere Verwender der Pizzaverpackungen schulen. In diesen Schulungen könnten wir in der Gruppe kollektiv Lösungsstrategien erarbeiten. Lernziel könnte in der gemeinsamen Gruppenarbeit sein, daß Kartons in kleinere Teile konfektioniert werden können. Dies geht mittels mechanischer Transformation (Zerreissen) ganz einfach.

Das große Problem bei anzusetzenden Schulungen ist, daß wir unsere Zielgruppe nicht annähernd genau bestimmen können. Eine Lösung könnte hier das Einbeziehen unserer örtlichen Schulen in die Schulungsmaßnahmen sein. Schulformspezifisch kann an unseren Schulen eine Einweisung gestaffelt nach Grundschule, Haupt- und Realschule stattfinden. Am Gymnasium können wir eine Schulung mit wissenschaftlichem Background durchführen. Wir bieten so empfängerorientiert und klientenzentriert die optimale Schulung an.

[Anhang 3] Die Lösung auf runde Papierkörbe zu verzichten und rechteckige Papierkörbe stadtweit zu installieren ist leider wenig zielführend. Zwar käme dies der Bequemlichkeit der Pizzakarton-Entsorger entgegen. Man bedenke aber, daß es kleine, mittlere, große und extragroße Pizzen (“Pizzas”) und damit auch unterschiedliche Größen der Pizzatransportverpackungen gibt. Diese Verpackungsvielfalt würde die Bereitstellung einer Vielzahl von unterschiedlichen rechteckigen Papierkörben erfordern und damit hohe Installationskosten verursachen. Auch müsste durch Schulung der Pizzaschachtelentsorger sichergestellt werden, dass die richtige Pizzaschachtel in den richtigen Papierkorb geworfen wird. Wir würden so ein Auswahlproblem (Entscheidungsdilemma) schaffen, dessen Beseitigung wiederum intensive Schulung erfordert [siehe Anhang 2].

[Anhang 4]. Wir könnten analog zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) eine PizzaSchachtelGrundVerOrdnung (die PSGVO) erlassen und den rechtlichen Rahmen definieren.

Jeder Pizzabäcker, der eine Pizza an einen Kunden übergibt, wird nach der PSGVO dann die Pflicht erhalten, die Verwender der Pizzakartons zu unterweisen, wie man die Kartons zerkleinert.

Durch Unterschreiben einer Erklärung nach der PSGVO erklärt der jeweilige Kunde dann sein Einverständnis und die fachgerechte Entsorgung der Pizzaschachtel. Der Pizzabäcker hat die unterschriebenen Erklärungen zu archivieren und zehn Jahre lang aufzubewahren. Die neue PSGVO wäre unbedingt eine sinnvolle Aufgabe für Europa!

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