Die “Bild”-Zeitung beschreibt das German Jobwunder mit Lagerhelfer (etc.)

Nun sollte man eigentlich keinesfalls die “Bild”-Zeitung zitieren. Obwohl – die hatten die schönsten Frauen auf Seite 1. Nun lehne ich auch die Information durch die “Bild”-Zeitung nicht prinzipiell ab. Da “es” die “meistgelesenste” Zeitung ist, habe ich mir früher immer die “Headline” der “Bild” als Gesprächseinstieg für meine Kunden gemerkt. Denn “Bild” weiß, was das Volk bewegt. Und wir sind das Volk. Zumindest irgendwo und irgendwie.

Einmal mit mit meinem Trick mit der Schlagzeile der “Bild-“Zeitung allerdings an den Falschen (oder den Richtigen) geraten. Da wurde die Schlagzeile über “die Mutter Beimer” gegeben. Ich also zum Kunden: “Mutter Beimer ist doch der Prototyp der deutschen Frau”. Da wird der wütend und sagt: “Sie lügen, Sie kucken das gar nicht, Sie tun doch nur so”.  Ich denke mal, da hat mich das Wort “Prototyp” etwas verdächtig gemacht.

Alles hat seine Zeit und die Beimer-Time ist leider rum. Aktuell hat “Bild” the German Jobwunder entdeckt. Und das fand ich schon informativ (bzw. nicht uninformativ).  Erstaunlich fand ich auch, daß der Journalist der “Bild”-Zeitung ganz zutreffend am Anfang mit dem Median-Gehalt argumentiert hat. Denn das Mediangehalt ist die repräsentative statistische Größe. Gegen Ende redet leider auch er, nur noch vom Durchschnittseinkommen. Das Median-Gehalt verdienen die Vielen, das Durchschnittsgehalt eher die Wenigsten.

Wie auch immer – the German Jobwunder scheint auf den höchstehrenwerten Berufen der “Helferberufe”, wie der Verkaufshilfe, des Lagerhelfers und der Reinigungsfachkraft zu beruhen. Wer mag, kann es hier nachlesen.

Wobei man als Reinigungsfachkraft, wenn man denn Gebäudereiniger ist, leicht “nach Oben kommen kann*” und durchschnittlich dabei 24.651 Euro brutto im Jahr verdient”. Erstaunlicherweise verdient ein Kraftzeugführer (das sind die, “wo” durch die selbstfahrenden Autos wegrationalisiert werden) erstaunliche 33.333 Euro pro Jahr und brutto. Von der Tendenz her, hat ein Hilfsarbeiter noch in den 80ern richtig gut Geld verdient. All die modernen “Helfer-Berufe” scheinen nicht mehr gar so üppig entlohnt zu werden. Da fehlt in der modernen Zeit das Wort Arbeit. Der Hilfsarbeiter wird kostensenkend auf den Helfer reduziert.

Einen Kraftzeugführer sollte man übrigens besser als “Manager auf vier Rädern” bezeichnen. Die Verantwortung für den LKW (Wert oft über 100.000 Euro) und die Verantwortung für die wertvolle Ware ist der Verantwortung eines Managers nicht unähnlich. Wobei mir eine Zahl wie 33.333 irgendwie verdächtig und erfunden vorkommt. Kennt man doch noch aus der Schule, “333 ….”.

Ein sehr erhellender Artikel, den ich hier noch einmal verlinke.   

 


*So ist in Amerika der “Fensterputzer” der klassische Beruf aller Aufstiegswilligen. Man kennt das ja, vom Fensterputzer zum Millionär …

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