Von Fast Food und schnell weg – sowie von fehlender Kundenorientierung …

Besen, Besen seids gewesen …

 

Zufällig hatte ich hier in meinem Blog über unseren italienischen Schnellimbiss geschrieben, der bei uns in OO (Oberndorf Oberstadt) aufgemacht hat. So schnell wie die Küche war – so schnell hat er leider auch wieder zugemacht.

Nun hält man die “konsquente Kundenausrichtung” allgemein eher für Marketing-Gewäsch. Trotzdem kommst Du an konsequenter Kundenausrichtung heutzutage nicht vorbei. Denn der “customer is the king”. Wenn jemand sein lukulisches Schaffen mit dem Angebot von “fritierter Pizza” startet, dann befolgt er die konsequente Kundenausrichtung schon vom Start her absolut nicht. Die zentrale Frage ist immer: Was wollen unsere Kunden.*

In Zeiten einer gewissen Öko-Orientierung kannst du nicht mehr ungestraft “fritierte Pizza” anpreisen. Denn ganz klar gesehen, die schlanken Frauen sind nur so schlank, weil sie konsequent die Dickmacher vermeiden. Auch wir zur Rundlichkeit neigenden Bestagers verzichten auf Fritiertes. Weil wir da kollektiv angelernt wurden.

Fritierte Pizza war also definitiv das falsche Signal. Und wer die falschen Signale sendet, verschwindet vom Markt. Da strömen die arbeitenden Mädchen in der Mittagspause eben nicht und du hast von Anfang an verloren. Leider – denn im Prinzip ist italienische Kost zum Mitnehmen eine schlaue Geschäftsidee. Und kalorienarm, wenn du auf´s Fritieren verzichtest.

Das zentrale Werteversprechen hätte “schnelle kalorienarme italienische Kost” gelautet. Vom Bild her war also nicht der Pizzabäcker gefragt, sondern eben der Kunde und natürlich die Kundin. Der Markenkern dieser Wirtschaft war übrigens immer uneindeutig, beinahe sogar paradox. Während Trattoria ein einfaches italienisches Speiselokal mit komplexem Charme ist – ist die Kombination “Trattoria-Grill” mit Anmutung an den Balkan-Grill eher absolut paradox: Weil du eine edle italienische Pizza eben nie grillst, sondern behutsam im Ofen bäckst.

 

Meine Analyse der Werbung vom 18. Februar

* Was wollen unsere Kunden? Was aber letztlich definitiv eine höchst komplexe Frage ist.

a) Was glauben wir, was unsere Kunden wollen ?
b) Was wollen unsere Kunden “wirklich” ?
c) Wohin geht der Trend in den jeweiligen Kundenbedürfnissen ?
d) Wer ist für uns eigentlich überhaupt relevanter Kunde ?

Wenn man das ein wenig analysiert, merkt man “Was wollen unsere Kunden?” ist die erst Einstiegsfrage.

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