Vom visuellen Gestalten mit Adobe Muse

Den Begriff “visuelles Gestalten” mittels Adobe Muse hat die Produktmanagerin von Muse, Frau Dani Beaumont, einmal in einer Präsentation verwendet. Den Begriff visuelles Gestalten mittels Muse finde ich für mich angenehmer, weil er im Gegensatz zum Stichwort “Muse für Designer” nicht einen so hohen Erwartungsdruck erzeugt. Nicht jeder will (und kann) gleich [immer und ständig] ein Designer sein. Er kann jedoch immer von Designern und von Everybody {!} lernen. Nun wird ein jeder das lehrreiche Bändchen aus dem Dumont Verlag von Thomas Hauffe, “Die Geschichte des Designs im Überblick” (vormals: “Design. Ein Schnellkurs”) kennen*. Wichtig ist, gerade auch aus der Geschichte des Designs zu lernen und sich an den Veränderungen in der Zeit zu erfreuen.

Ich für mich muß um gutes (und sogar schlechtes) Design ringen – das ist lustige Aufgabe – und möchte für mich Design nicht als Bewertungskategorie in Anspruch nehmen. Man kann sich als Digital Designer allerdings zwangsläufig nicht um die Verpflichtung zum angemessenen/”guten”/”schönen”/aufrüttelnden Design drücken. Denn Digital Design hat nicht nur mit “Digital” zu schaffen, sondern schon vom Begriff her mit Design.

Anfänglich haben wir hier bewusst mit Linux und freier Software gearbeitet. Gerade auch im Bereich Webdesign. Es gibt unter Linux verschiedene mächtige Gestaltungswerkzeuge. Dazu gehören der KompoZer, der Google Designer und andere freie Software mehr. Freie Software war (da die finanziellen Mittel doch sehr begrenzt sind) ein kostengünstiges Werkzeug. Da Linux auch auf nicht gar so leistungsfähiger Hardware läuft – nicht jeder verfügt über einen i7- oder Threadripper-Rechner – war durch die geringen Hardwareanforderungen auch ein Start mit einfacher Hardware möglich.

Der KompoZer ist durch Adobe Muse abgelöst worden. Mit dem Vorteil für mich, daß ich mich weniger auf die Einhaltung der formalen Regeln in html, css konzentrieren muß, sondern mich auf Inhaltliches und Farb-/Formgebendes konzentrieren kann. Das macht Freude und bringt neuen Sinn.

Es ist eine konsequente Sache visuelle Dinge wie Webdesign visuell zu gestalten. Adobe Muse und die Adobe Cloud bieten da ungeahnte Chancen, Möglichkeiten und fasst viele alte Grandiositäten wie Kuler [1 ColorKuler for Instagram] in einer Gestaltungswelt [2] zusammen. Auch sollte man den Input durch Adobe nicht unterschätzen. Es geht immer voran und es geht mit immer schnelleren Schnitten weiter. Spannend, wenn man den Weg mitgeht …

 


Zum ausführlichen Blog-Beitrag von Andreas Stocker über Muse geht es hier. Ich empfehle das Lesen dieses hervorragenden Beitrages, weil Andreas Stocker auch auf die Probleme (“die heiklen Punkte”) bei der Arbeit mit Adobe Muse eingeht.

 

*Der Band von Thomas Hauffe ist übrigens mit viel Liebe plus einigem Humor geschrieben. Im Zusammenhang mit der Schliessung der Ulmer Hochschule für Gestaltung schreibt Herr Hauffe pfiffig: “Hans Filbinger (1913 – 2007), Marinerichter im Dritten Reich und 1966 – 1978 Ministerpräsident von Baden-Württemberg, erklärte zur Schließung der HfG Ulm 1968: “Wir wollen etwas Neues machen, und dazu bedarf es der Liquidation des Alten”. Dies findet man in der kompakten Taschenbuchausgabe auf Seite 122.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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