Im ehemaligen Schuhhaus: italienische Schlemmerkost

Wenn etwas läuft in Oberndorf, dann unbedingt Friseure und Gastronomie. Was eigentlich nur belegt: Köpfe bedürfen der Haarpflege und ein jeder Kopf hat einen Mund.

Bei meinem Sonntagsspaziergang entdeckt, demnächst haben wir in der Stadt auch italienische Schlemmerkost. Ein neuer Gastrobetrieb ist just dort eingezogen, wo noch vor rund zwei Jahrzehnten ein angesehenes Schuhhaus seinen Laden hatte. Man weiß schon, eines dieser Schuhhäuser mit den guten Markenschuhen, die noch echte Schuhe waren. Schuhe, die jahrelang hielten und dich durch deinen Alltag begleitet haben.

Nach bald zwei Jahrzehnten Leerstand entsteht dort etwas Neues und es bildet sich in der Oberndorfer Oberstadt ein italienisches Viertel. Ganz schlau angelegt, in drei Meter Entfernung findest Du ein gediegenes italienisches Lokal und gegenüber hat es unsere Original-italienische Eisdiele. Das nenne ich weise städtische Gewerbeansiedlung*.

Nun gilt die italienische Küche als eine der besten der Welt und wir freuen uns auf frittierte Pizza. Es versteht sich, dass unsere neue Lokalität modern WIFI bieten wird. Was früher die Musikbox mit HIFi, ist heut das Smartphone mit WiFi.

Eine pfiffige Idee auch der Achtsamkeits-Slogan: “Iss was du liebst, liebe was du isst”. Allerdings ist der Slogan nicht in aller Konsequenz zu Ende gedacht. Schon mein Hundle war nicht ganz einverstanden, wollte partout vermeiden gegessen zu werden, weil ja nicht ganz ungeliebt und suchte flux mit mir das Weite …

 

 


*Denn die oberflächliche Annahme einer Konkurrenzsituation zwischen dem alteingesessenen gehobenen italienischen Lokal und dem italienischen Newcomer ist schlicht und falsch. Zumindest auf dem “Mittagessen-Markt” konkurrieren ja ständig alle mit allen (Kebap, asiastisch, deutsche Küche, Bäcker-Snäcks) und dies sogar mit mitgebrachten Stullen oder Magerjoghurts.

Zwei benachbarte italienische Restaurants könnten sogar eine Präferenzbildung für die italienische Küche bewirken. Die Positionierung des Newcomers als “familienfreundliches” Lokal mit Spieleecke für die Kinder könnte dazu führen, dass gerade Geschäftsleute die gehobene Gastronomie aufsuchen, um den möglichen Lärm des familienfreundlichen Umfeldes zu meiden. Beide Wirte sind in unterschiedlichen Preissegmenten tätig. Das alles spricht für fleissiges Kochen, aber nicht für Konkurrenz.

 

 

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