Ja, ich habe es wieder getan: Helvetica verwendet

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, ich habe es wieder getan: Helvetica verwendet. Und ich habe es gerne und mit Freude getan!

Nun ist das so eine Sache mit “der Helvetica”. Man muß aber klar sehen: auch und sogar “die Helvetica” hat sich zu einer großen Schriftenfamilie ausgewachsen. Dies sieht man zum Beispiel hier. Spiekermann – der deutsche Schriftentitan – hat sich gar nicht so eindeutig, (wie oftmals getan wird) gegen die Anmut der Helvetica ausgesprochen. Er hat der Helvetica wohl eher ihren leichtfertigen Gebrauch und einen gewissen Dauereinsatz vorgeworfen, was man irgendwie seinem Film Helvetica entnehmen kann.

 

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Der Meister selbst hat aber auch eine höchst gefällige Uhrenserie, die Helvetica Spiekermann Collection miterschaffen. Das lässt einen viel bewussteren und vertrauteren Umgang Spiekermanns mit Helvetica vermuten, als ich ihn je haben kann und werde.

Die Helvetica ist [trotzdem] so etwas wie meine Hausschrift geworden, Jahrzehnte nachdem sie die Großen (wie die Lufthansa) verwendet haben. Das hat seinen Grund einfach darin, dass ich unglaublich viele meisterhafte Schriftstücke gesehen habe, die in Helvetica gesetzt waren.

Nun hätte ich gerne die Schriften Spiekermanns verwendet, er hat zum Beispiel aktuell wunderschöne neue Bauhaus Fonts entworfen. Aber deren starke Wuchtigkeit (Gegenwärtigkeit?) ist einfach zu viel für meinen bescheidenen Text.

Auch habe ich gestern mit verschiedenen Schriften aus der riesigen Sammlung von Adobe Typekit experimentiert*. Da hilft das Vorstellen des Schriftbildes nicht, das musst du setzen und ausprobieren. Am Ende bin ich sehr lange bei der URW DIN Light hängengeblieben. Einer etwas sehr “deutschen” Schrift, die von der Schablonenschrift auf Zeichenblättern oder von Autobahnschildern bekannt ist. Aber die URW DIN Light war dann derart filigran, daß ich den Eindruck hatte: einmal gehustet und es verbiegen sich die Buchstaben. Eine hervorragende Be- und Umschreibung der DIN Schrift finden wir hier.

Wie man es dreht und wendet. Es ist die Helvetica geworden und geblieben.

 


* Adobe Typekit hat eine gigantische Auswahl an Schriften. Das gigantische Problem dabei ist, dass du vor lauter Schriften dich nie nicht entschieden entscheiden kannst. Ich bin für mich nicht in der Lage zu entscheiden, ob die Proxima Nova, die Adelle Sans oder die Nimbus Sans “besser” als Helvetica ist. Vom Originalitätsgrad her ist die Wahl von Proxima Nova, von Adelle Sans oder von Nimbus Sans auch nur moderner Standard – Helvetica ist ein klassischer Standard. Ich halte die Wahl eines modernen Standardfonts nicht für origineller und “besser” als die Wahl der Helvetica.

Der Idee von Typekit ist der Idee der Wahl der Helvetica als passender Schrift diamentral entgegengesetzt: Die eine Schrift, Helvetica harmoniert immer, die vielen Schriften aus Typekit harmonieren vielleicht.

Um das “reine Vielleicht im Plural” zu überwinden, wählst du die Helvetica.
– Passt schon.

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[1] Unten links Helvetica, rechts Proxima Nova. Experiment.
Zumindest kann man nachvollziehen, warum man Proxima Nova im Netz für den besser lesbaren Font hält. Das scheint an der weiteren Laufweite der Proxima Nova zu liegen. Aber in Proxima steckt irgendwo auch ein Stück der Futura.

Da aber Helvetica irgendwo harmonischer ist und damit meine ich nicht nur “ß” und das “e”, würde ich im Vergleich mit Proxima wiederum Helvetica wählen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[2] Wir sehen bei Schrift immer auch die Buchstaben.

Oben das Wort “Helvetica” in der Schrift Helvetica mit gefälligem e, c und a. Ich empfinde [für mich] gerade die Buchstaben e, c und a in der Schrift Helvetica schöner als in Proxima. Das Helvetica a weckt einfach meine Begeisterung. [Das “l” der Helvetica ist aber im Gegensatz zum t etwas inkonsequent}.

Wessen Begeisterug für Schriften [fonts]
{erneut} geweckt
oder aber immer noch nicht gestillt ist –
der darf hier das Buchstaben-Memory machen.

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