Frau Dr. Merkel trifft im gelben Kostüm die rote SPD

Die Frau ist wirklich unglaublich! Gerade noch ihre Neujahrsansprache gehalten, schon trifft sie heuer die SPD. Voller Energie, farbenfroh, farbecht und farbsicher. Mir hat mal eine Frau gesagt: “Sie können so was mit Farben gar nicht wissen, denn Sie sind keine Frau …*” Bin ich tatsächlich nicht, eher gar nicht. Aber ich weiß, Frau Dr. Merkel ist als Farbprophetin zumindest genauso gut wie Pantone. Unbedingt!**

Cebit 2017: ein dunkelgrünes Kostüm, ein rotes Kostüm; Neujahrsansprache: weinrot. So etwas merkt man einfach als schlichter Bürger in diesem unserem Lande.

Auch gerade auf die Zweifelsfragen erfolgt von ihr die perfekte stilvolle Farbwahl. Jeder farblich Unbekümmerte hätte beim Treffen mit Li Keqiang, sprich “mit China” natürlich die Farbe Rot gewählt. Das wäre aber nicht so gut gewesen, weil China Marktwirtschaft mit sozialistischem Flavour fährt (oder umgekehrt: Sozialismus mit marktwirtschaftlichem Flavour). Die perfekte Lösung heißt hier natürlich: Wahl der Farbe Grün und da das moderne Greenery. Greenery – nicht weil es Modefarbton ist – sondern weil man sich mit Würde Farbalters-wirkungsgemäß an das Alter des Gesprächspartners angleicht. Da stimmt stets die feinste Nuance.

Heute also im gelben Kostüm. Jetzt sage keiner, so genial könne das gar nicht sein. Ist es aber! Denn das ist eine strategische Entscheidung. Da ihre Gesprächspartner sich ganz klassisch farblich (der Höflichkeit folgend) politisch komplementär adaptiert haben, die sind nämlich schwarz gewandet. Somit hat sie den Joker: sie ist die Sonne. Denn näher am Licht als gelb geht nicht.

Das Bild zum Text oben findet man in bei ntv.

PS. Wer das Bild in der Augsburger betrachtet, entdeckt sogleich: der SPD-Verhandlungsführer hat keine rote Kravatte getragen***. Die Kanzlerin hat das Game-of-Color eigentlich schon im Vorfeld klar entschieden. Es heißt ja “kam, sah und siegte”. Mit dem Sehen hat das schon zu tun …

Wer das oben Geschriebene beinahe esoterisch findet, der lese hier das Interview mit Herrn Professor Riekes über die Macht der Farben in der Gestaltung. {Wenn jetzt wieder jemand sagt, der Herr Professor sieht in seinem “Blaumann” gar nicht aus wie ein Professor –  der hat die Wirkung der Farben und Farbakzentuierung nicht verstanden. Beachten Sie bitte den feinen Button im Farbton Flame (vermutlich Flame) und dann den kleinen Punkt auf der Vase im Farbton Flame auf dem Behälter im Hintergrund auf der gleichen Seite. Das ist ohne jede Frage ein Professor des Farbdesigns. So läuft das. Genau so läuft die message-Kette.}.

 


Anhang.



*So von der damaligen erwarteten und praktizierten Geschlechtererziehung her hat die Gute damals sicherlich recht gehabt. Frauen lieben Farben, sehen Farben und dürfen Farbe bekennen. Das ist bei männlichen Wesen nicht ganz so und vorwiegend ein Produkt der Erziehung. Der traditionelle Bub wollte/sollte/musste/durfte: kicken, Cowboy + Indianer spielen oder mit Hämmerles, wie blöd hämmern. [Siehe hier oder hier, dieses idiotische Spielzeug gab es für verschiedene Alterstufen der Buben].

Ich hab lieber im Freien gekuckt (Mücken, Viecher beobachtet), in den Himmel gekuckt, gemalt und viel gelesen. So kann man schon mehr Gefühl für Farben entwickeln. Allerdings auch Malen war irgendwie bei Buben nicht gar so erwünscht. Da war war man als männlich-werdendes-Wesen nur froh, als man alt genug für den Elektronikbaukasten, den Chemiebaukasten oder die Carrerabahn war (- weil dann wurde nicht mehr erwartet, dass man hämmerte). Ich denke, das war vor etwas über einem halben Jahrhundert eine sehr vorurteilbehaftete Kinderererziehung.

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**Wegen dieser starken Fähigkeit Farbbotschaften zu senden, habe ich Presseberichte, unsere Kanzlerin sei vorwiegend eine nüchterne Naturwissenschaftlerin (oder ein Machtmensch gar) nie geglaubt. Die Fähigkeit Farbsignale zu senden, ist eine Fähigkeit der Kommunikation. Ich glaube auch den schlechten Meinungsumfragen gerade nicht – spätestens beim Kostüm in Ultra-Violett werden auch die vergessen sein.

Denn Purpur ist die oberste Farbe …

[Allerdings wird die Verteilungsungerechtigkeit, das niedrige Lohnniveau (siehe Eurostat) auch nie nicht vergessen. Da macht Farbe und geschickte Kommunikation auf mehreren Sendekanälen die von der Verteilungs- und Chancenungerechtigkeit Betroffenen auch nicht satt …].

 


 

***Um die Symbolkraft von Rot und einer roten Kravatte weiß aber auch unser SPD-Spitzenkandidat. Er adaptiert sich perfekt bei Auftritten bei der sozialen Gruppierung, welche auch heute noch eine reformerische linke Politik betreibt, bei den Gewerkschaften. Bei Gewerkschaftsansprachen trägt er rote Kravatte. Siehe hier. Wenn Sie dieses Bild und die rote Kravatte dort genau ansehen, entdecken Sie, daß Herr Schulz dort seine Farbwirkung perfekt adaptiert. Er trägt nämlich eine rote Lederkravatte. Solcherlei Lederkravatten hat der werktätige Teil der Republik in den 80ern getragen. Damals hat die SPD noch eine soziale Politik gemacht. Während die Kanzlerin situationsbezogen eindeutige Farbbotschaften sendet, kann sich die SPD stets perfekt farblich adaptieren.

Tatsächlich ist nur Claudia Roth die direkte Antipodin der Frau Dr. Merkel in farblicher Ausdruckskraft. Allein Claudia Roth hat eine ähnliche Farbkreativität. Frau Roth wagt viele höchstmutige Experimente, gerade in der Kombination von Farben in ihrer Kleidung benachbart im Farbenkreis,. Das was Frau Dr. Merkel an absoluter Farbsicherheit und Signalkraft ausstrahlt, zeigt Frau Roth an absoluter Farb-Experimentierfreude, Farbenvielfalt und impulsiver Fröhlichkeit <hier> und absolut gelungen hier. Nur das ständige mutige Experiment führt zum Kunstwerk.

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