Showroom – Warum im Showroom eine individuell-frische Farbpalette dazugehört

 

Farbe gehört bei unseren Showrooms immer mit dazu. Mit Ausnahme bei Beerdigungsunternehmern, da reduziert sich die Farbpalette leider etwas. Für den Regelfall des Showrooms gilt, daß die Farbwirkung die Werbeaussage unterstreicht, betont.

Schon die reine Beobachtung lehrt dich, daß zumindest der weibliche Teil der Menschheit Farben schätzt. Nun ist aber auch bei Males Farbe in unterschiedlichen Nuancen durchaus vertreten, So hatte ich meine grauen Anzüge eine zeitlang in allen Farbnuancen. [Wer sich damit beschäftigt weiß, daß es graue Anzüge auch mit leichtem Grünton, Blauton oder einem graueren Grau gibt].

Wer verkaufen will, setzt betont auch Farbcodes ein. Die Farbpalette wird durch die Firma (die Aufgabe) und das Produkt definiert.

Das hat halbwegs frisch und hoffnungsvoll daher zu kommen. Denn wenn Leute sich von ihren “lumpigen Euros” froh und munter trennen sollen, dann sollten wir schon eine hoffnungsvolle gefällige Verkaufsumgebung aufbauen.

 

 


[Anhang].

Farben strukturieren und machen die Welt erlebbarer.

So war Goethes Haus in Weimar eben nicht so rein-weiß*, wie  das angesagte Designerbüro heute. Getreu seiner Philosophie in der Farbenlehre, gliederte Goethe die Räume seines Hauses durch bewusste Auswahl unterschiedlicher Farben.

Denn “wird das Auge nur einer Farbe ausgesetzt, so ist das eine gezwungene Lage, in der es ungerne verweilt”. Es gab also einen gelben Saal, da das Gelb für eine “heitere, muntere sanft-reizende Stimmung sorgt”. Goethes Arbeitsimmer und das kleine Essimmer waren grün gehalten, denn “das Auge findet hier eine reale Befriedigung. Es ruht das Auge und das Gemüt. Man will und kann nicht weiter. Deshalb ist dies die optimale Farbe für Zimmer in denen man sich viel befindet”.

Die funktionalen Räume, wie das Bibliothekszimmer oder das Urbinoimmer waren in einem zarten Blau gehalten. Denn Blau “ist eine Energie und in der höchsten Reinheit ein reizendes Nichts. Es scheint zurückzuweichen (die fernen Berge sieht man blau) und zieht einen aber nach. Es ist angenehm anzusehen, es gibt ein Gefühl von Kälte und erinnert an einen Schatten”.

Fazit: Goethe ordnete seine häusliche Welt durch Farben und nutzte die Wirkung der Color-Power für sich und sein Seelenleben. Genau wie der Titan Goethe nutzen wir Nicht-Titanen Farben zur Showroom-Gestaltung.

Quelle: “Goethes Wohnhaus” der Klassik Stiftung Weimar

 

 

* [ Diese rein-weißen Büros (#f7f9ef, RAL 9010) haben für mich immer etwas von einem “nichtssagenden Nirvana”. Gut –  genau so soll das Nirvana sein, nichtssagend. Das war wieder ein Zen-Witz. Aber für das Nirvana ist es für mich etwas zu früh … Andererseits kann man es auch so sehen, daß der völlige Verzicht auf Farbe durch Reinweiß die Kraft zur Farbe gibt. Reinweiß als NN, als Normalnull “quasi” … ]

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